
...so lautet unser Leitthema für die verbleibenden Monate dieses Jahres. „Wie kommt ihr denn
dazu?“, wird sich mancher fragen und dabei die Umbaumaßnahmen im Zusammenhang mit dem Brandschutz
vor Augen haben. „Aufbruch“ und „Abschluss“ wären wohl nahe liegender gewesen.
Tatsächlich hat es in den letzten Monaten viele Aufbruch- und Umbauarbeiten an Decken und Wänden
gegeben. Der Brandschutz fordert seinen Tribut. Eine Ahnung wie alles werden könnte, gibt ja
bereits der sehr geschmackvoll eingerichtete große Kinderraum in der unteren Etage. Viele
Hände haben mitgewirkt. Einige haben sehr, sehr viel Arbeitsleistung investiert. Andere haben
sich auf andere Weise eingebracht. Sei es der so emsig gebackene „Brandschutzkuchen“ (ob diese
Bezeichnung zu einem stehenden Begriff werden wird?) oder die einmaligen oder regelmäßigen
Sonderspenden. Ein herzliches Dankeschön sei hier schon einmal allen gesagt. Sollte es noch
Personen geben, die sich in keiner Art und Weise an diesem „Aufbruch“ beteiligt haben, müssen sie
sich nicht durch schlaflose Nächte quälen. Bis es zu dem erhofften „Abschluss“ der Maßnahmen kommt,
gibt es immer noch reichlich Möglichkeiten, von denen an anderer Stelle in dieser Ausgabe die
Rede sein wird.
Das Leitthema „Aufbruch Stille“ stellt so zwangsläufig einen Kontrast zu unseren Bautätigkeiten
dar. Es ist auffällig. Das ist gut, denn es soll ja auch auffallen! Auffallen, mitten in der
Hektik dieser Zeit und dem sich ständig um sich selbst drehen. Ulrich Eggers formuliert es so:
„In keiner Situation meines Lebens bin ich Gott so intensiv begegnet, wie in der Stille.“
„Aufbruch Stille“ möchten wir aus dieser Perspektive verstanden wissen, als eine Einladung zu
einer intensiven Gottesbegegnung. Eine solche Begegnung ist immer ein Schatz für ein Leben. Jesus
Christus sagte einmal zu seinen Jüngern: „Bei mir findet ihr Ruhe für euer Leben.“ (Mt. 11. 29)
Damit ist wahrlich kein Schaukelstuhl gemeint, in den sich die Jünger zurück lehnen sollten.
Christus spricht von der zentralen Ausgeglichenheit im Leben, die weiß woher mein Leben kommt und
wohin mein Leben geht. Von der Ausgeglichenheit, die ich mir nicht durch mein Tun erarbeiten
kann, sondern die Christus durch seine Anwesenheit selbst in mein Leben hinein gibt. Vor meinem
inneren Auge sehe ich den jungen Menschen, der in einem der letzten Gottesdienste während der
Ansprache weinte. Befreit weinte! So gnädig und barmherzig, so fürsorglich und stützend ist
Jesus Christus. Bei ihm finden wir die Mitte des Lebens, aus der heraus wir befreit leben können.
Viele Gruppen und Kreise der Gemeinde, Bibelabende und Gottesdienste werden in den vor uns
liegenden Wochen dieses Thema aufgreifen. Wir laden dazu ein, als Gemeinde gemeinsam ein
begleitendes Buch zu lesen und über die Ausführungen in den Predigten zu reden. Vor allen Dingen
aber laden wir dazu ein, durch d a s Buch der Bücher, Gottes Wort, in eine Begegnung mit Gott
selbst zu kommen. Ich freue mich auf die vor uns liegende Zeit. Ich freue mich auf „Aufbruch Stille“.
Ihr Lothar Beaupain