
Für den Sommer hatte ich mit zwei
Freunden eine Bergtour in den Dolomiten geplant. Die Vorfreude stieg je näher der August rückte.
Aber es kamen uns auch ein paar Fragen: Reicht die Kondition? Was ist mit dem Wetter? Ist die
Tour nicht vielleicht doch zu anspruchsvoll? Aber diese Gedanken waren schnell wieder verflogen.
Anfang August ging es dann los. Wir hatten beste Wanderlaune und für die Woche war Sonne pur
angesagt. Das konnte ja nur gut werden.
Die ersten beiden Tage waren recht gemütlich, aber der dritte Tag sollte es in sich haben.
Wir starteten bei strahlendem Sonnenschein von der Hütte. Schon zu Beginn mussten wir über einen
schmalen Grat wandern. Ich fühlte mich unwohl beim Blick in die Tiefe. Es sollten noch heiklere
Stellen auf der Etappe kommen. "Wie soll das nur werden?" schoss es mir durch den Kopf. Aber ich
schob den Gedanken beiseite. Weiter ging es. In sengender Hitze erklommen wir einen steilen
Anstieg, bei dem wir mächtig ins Schwitzenkamen. Oben angekommen machten wir eine wohlverdiente
Pause. Aber vor uns lag der herausforderndste Teil des Tages. Eine 200m hohe Felswand, die wir
mit Hilfe von Stahlseilen und Leitern erklettern mussten.
Wieder kamen Zweifel. Haben wir dafür genug Erfahrung? Was ist mit der Höhenangst? Reichen die
Kräfte, oder sollen wir nicht doch den einfachen Weg gehen?
Nach einer kurzen Diskussion machten wir uns auf den Weg. Mit vereinten Kräften erklommen wir die
Wand. Es machte richtig Spaß. Wir kamen gut vorwärts. Kein Gedanke umzukehren. Als Belohnung
standen wir kurze Zeit später auf einem 2950m hohen Gipfel. Die Aussicht war unbeschreiblich.
Dort oben musste ich daran denken, dass Bergsteigen durchaus ähnlichkeiten zum Leben und meiner
Beziehung zu Gott hat.
Auch hier gibt es Höhen und Tiefen. Steile, anstrengende Anstiege wechseln mit angenehmen
Wegpassagen. Auf Zeiten des Glücks und der Zufriedenheit folgen Zweifel und Hoffnungslosigkeit.
Sie sehen die Herausforderungen im Beruf. Sie hatten immer ein blendendes Verhältnis zu Ihrem
Vorgesetzten. Aber seit kurzem ist die Atmosphäre ziemlich vergiftet. Sie fragen sich, wie wohl
die nächsten Monate werden.
Sie sind gesundheitlich angeschlagen. Lange haben sie mit der Krankheit gelebt. Sie haben gekämpft
und gebetet. Aber es kommt keine Besserung in Sicht. Wenn Sie nach vorne blicken, fehlt ihnen der
Glaube, dass Sie es schaffen.
An dieser Stelle gäbe es noch viele Beispiele. Wie können wir es schaffen das Ziel im Auge zu
behalten? Wie können wir es schaffen weiterzugehen? Trotz Zweifeln? Trotz Kraftlosigkeit?
Jesus Christus sagt in Offenbarung 21, 6-7: "Es ist bereits in Erfüllung gegangen! Ich bin das
A und das O, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe
ihm Wasser aus der Quelle des Lebens. Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden dies
als Anteil von mir erhalten: Ich werde ihr Gott sein und sie werden meine Söhne und Töchter sein."
Jesus Christus ist das Ziel unseres Lebens. Er hat durch seinen Tod und seine Auferstehung die
Grundlage geschaffen, dass wir in Frieden mit Gott leben können. Er ist der Anfang und das Ziel
unserer Lebensreise. Aber mehr noch. Er hilft uns durchzuhalten in den schwierigen Zeiten. Nicht
aus eigener Kraft sind wir in der Lage weiter zu gehen. Jesus hat selber auf dieser Erde alle
Höhen und Tiefen erlebt. Aber er hat durchgehalten. Jesus ist den Weg bis zum Ende gegangen um für
uns zu sterben.
Die Zusage Jesu: "Ich gebe dir Wasser aus der Quelle des Lebens" gibt mir Gewissheit. Sie gibt mir
Sicherheit und Vertrauen. Wenn ich nicht mehr weiter kann. Wenn ich müde und durstig werde, hilft
Jesus mir wieder auf. Durchhalten am Berg. Weitergehen trotz Widerständen. Vertrauen trotz
Hoffnungslosigkeit. Das können Sie, weil Jesus ganz nah an Ihrer Seite ist. Schon jetzt erfahren
Sie das. Aber noch nicht so wie es einmal sein wird, wenn Jesus uns persönlich im Himmel begrüßen
wird. Deswegen gehe ich weiter. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Kraft Jesus Christus in den
nächsten Monaten immer wieder neu erfahren.
Ihr Dennis Viehoff